PR-Ausbildung: „PR ist eine Boombranche“

Mainz, Leipzig, Hohenheim – einen der drei universitären PR-Master in Deutschland zu studieren, ist ein kleiner Triumph für die Studierenden und vielleicht sogar ein Stück Prestige, denn die Studiengänge sind beliebt, die Bewerberzahl ist hoch. Durch die zunehmende Entwicklung der PR-Branche stehen auch die Chancen auf dem Arbeitsmarkt nicht schlecht.

PR ist eine Boombranche. Heute ist Unternehmenskommunikation nicht mehr mit einseitiger Pressearbeit gleichzusetzen. Durch neue, soziale Medien haben Anspruchsgruppen von Organisationen eine größere Informations- und Kommunikationsmacht denn je. Die große Herausforderung für Unternehmen liegt in einer an die neuen Formen angepassten Kommunikation. Offen, transparent und dialogorientiert soll sie sein, vor allem muss sie sich in die gesamte Kommunikationsarbeit einfügen. Auch der Einbezug von Mitarbeitern in die Kommunikation ist für viele Unternehmen ein neues Feld. Auf Kommunikationsmanagement spezialisierte Experten werden überall gesucht.

PR wissenschaftlich durchdrungen

Seit den 1990er Jahren ist eine zunehmende Professionalisierung der PR-Branche auszumachen. Eigene Lehrstühle für Öffentlichkeitsarbeit  wurden gegründet. PR wurde zum festen Bestandteil kommunikationswissenschaftlicher Studiengänge. Manche Forscher sprechen heute sogar von einer PR-Wissenschaft – in Anlehnung an die Journalistik als Wissenschaft des Journalismus. Nach der Blogna-Reform entstanden eigens auf PR spezialisierte Studiengänge. Bis heute gibt es drei universitäre PR-Master in Deutschland. Bachelorstudiengänge im Bereich Kommunikations- und Medienwissenschaft oder Wirtschaftswissenschaften sind in der Regel breit ausgelegt und vermitteln eher einen Überblick. In einem PR-Master können sich Bachelor-Absolventen spezialisieren und ihr Grundlagenwissen vertiefen und ausweiten.

Social Web als große Herausforderung

Keine Kommunikationsberatung würde Unternehmen raten, internetaffine Digital Natives ohne spezielle Ausbildung für ihre Social Media Relations einzusetzen. Stattdessen wird auf professionelle Kommunikatoren gesetzt. Die heutigen PR-Studierenden jedoch vereinen die Sozialisation mit dem und durch das Internet mit einer wissenschaftlichen PR-Ausbildung. Dass Unternehmen um den Einbezug sozialer Medien in ihre Kommunikation nicht mehr herumkommen, ist allen bewusst. Trotzdem tut sich ein Großteil der Unternehmen sehr schwer mit den neuen Formen sozialer Kommunikation und deren Herausforderungen. Durch unvorsichtige und falsche Kommunikation im Social Web entstehen Unternehmenskrisen oder werden oftmals erst richtig angeheizt. Gerade hier besteht ein großer Bedarf an Spezialisten, wie sie die Universitäten in ihren PR-Studiengängen ausbilden.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s